Deutscher Evangelischer Verband
für Altenarbeit und Pflege e.V.

Kurzbericht: DEVAP auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag Hannover 2025

Vom 30. April bis 4. Mai 2025 fand der Evangelische Kirchentag 2025 zum Motto "mutig, stark, beherzt" in Hannover mit einem bunten Programm mit Gottesdiensten, Diskussionen, Kultur und vielem mehr statt. Der DEVAP beteiligte sich erstmalig mit zwei Workshops, die jeweils ausgebucht waren. 

DEVAP Workshop „Die Versorgung nachhaltig sichern. Ein Masterplan für die Langzeitpflege in Deutschland“ am 1. Mai 2025 

In Deutschland gibt es aktuell so viele Beschäftigte in der Langzeitpflege wie noch nie. Dennoch reichen diese Menschen nicht aus, um den steigenden Pflegebedarf zu decken. Alle Verantwortlichen müssen mutig gemeinsam neu denken und einen „Masterplan für die Langzeitpflege“ entwickeln, denn im bestehenden System ist kein Wandel mehr möglich. Dies ist wichtiger denn je, damit die Langzeitpflege nicht zur Sozial- und Demokratiefrage wird. 

Im Workshop diskutierten wir gemeinsam mit Wilfried Wesemann, DEVAP-Vorsitzender, Melanie Philip, Pflegepioniere, care pioneers GmbH, und Dr. Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), was die Träger kurz- und langfristig für Maßnahmen brauchen, damit die Versorgungssicherheit in der Langzeitpflege wieder gewährleistet ist. 

DEVAP Workshop „Pflege neu denken. Was braucht es für einen gesellschaftlichen Wandel?“ am 2. Mai 2025

Die DEVAP Umfragen zur Versorgungssicherheit von Oktober 2024 bestätigt: Vier von fünf Trägern der Langzeitpflege müssen ihre Angebote einschränken. Die Versorgungssicherheit ist nicht mehr gewährleistet. Alle Verantwortlichen müssen jetzt mutig gemeinsam neu denken und einen „Masterplan für die Langzeitpflege“ entwickeln, denn im bestehenden System ist kein Wandel mehr möglich. Dies ist wichtiger denn je, damit die Langzeitpflege nicht zur Sozial- und Demokratiefrage wird, sondern das professionelle Pflegesystem das Recht auf würdevolle Pflege endlich wieder erfüllt. 

Auf dem Podium diskutierten Wilfried Wesemann, DEVAP-Vorsitzender, Dagmar Vogt-Janssen, Leiterin Fachbereich Senioren, Landeshauptstadt Hannover, und Christoph Dürdoth, DEVAP-Vorstand und Vorstand Personal Johannesstift Diakonie, welche Bedeutung quartiersnahe Sorgekonzepte einnehmen, was Kommunen hierbei unterstützend tun können und welche Rolle die Kirche im Quartier spielt. Denn Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die einer Vernetzung aller Akteure erfordert.

Anna Leonhardi, Geschäftsführerin des DEVAP, moderierte beide Workshops.