DEVAP und Initiative Pro Pflegereform in der CARE konkret Print „Zahlen gestrichen, Probleme vertagt“
Parallel zu seiner erfolgreichen Mitgliederkonferenz veröffentlichte der DEVAP gemeinsam mit der Initiative Pro Pflegereform in der CARE konkret einen Beitrag zur Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe; im Schwerpunkt zum Sockel-Spitze-Tausch im Vergleich zur Dynamisierung.
Im Beitrag geht es neben der Bewertung des Sockel-Spitze-Tausches im Vergleich zur Dynamisierung in der stationären Pflege auch um die Übertragung des Sockel-Spitze-Tausches auf die ambulante Versorgung.
Einen Auszug aus dem Artikel in der Ausgabe 9 der CARE konkret vom 27.02.2026 finden Sie hier:
„Wesentliche Zahlen verschwinden aus dem finalen Beschluss, zentrale Bewertungen fehlen komplett. Für die Branche ist klar: Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe weicht der eigentlichen Frage aus – wie Eigenanteile endlich verlässlich begrenzt werden sollen. Für den DEVAP und die Initiative Pro Pflegereform ist das ein riskantes Signal an Pflegebedürftige und Träger.
Am 11. Dezember 2025 hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe (BLAG) zum „Zukunftspakt Pflege“ ihre Arbeit abgeschlossen und eine Roadmap für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Pflegeversicherung beschlossen. Dem Beschluss ging ein Sachstandsbericht im Oktober und weitere Entwürfe im November voraus.
Der Weg von den detaillierten Fachentwürfen zum finalen Beschluss im Dezember offenbarte bereits die politischen Herausforderungen und föderalen Konfliktlinien, die das Ringen um eine grundlegende Pflegereform in Deutschland derzeit prägen. Auch in den derzeitigen Debatten in den Ländern zu den Eckpunkten inklusive der Veröffentlichung eigener Konzepte, z. B. aus Bayern zum Sockel-Spitze-Tausch, wird dies deutlich.
Die größte Gefahr besteht aktuell darin, dass die fehlende politische Einigung in zentralen Fragen – insbesondere bei der Wahl zwischen Sockel-Spitze-Tausch und Dynamisierung – dazu führt, dass nicht die wirksameren, sondern die politisch bequemeren Lösungen gewählt werden. Die völlige Unverbindlichkeit der Roadmap lädt zum politischen Feilschen ein und öffnet die Tür für Kompromisse, die den Namen Reform nicht verdienen. […]“
