Deutscher Evangelischer Verband
für Altenarbeit und Pflege e.V.

DEVAP-Pressemitteilung „Ambulante Rahmenbedingungen endlich in den Blick genommen. DEVAP begrüßt Westerfellhaus Vorschlag für die ambulante Pflege“

Anna Leonhardi, Geschäftsführerin des Deutschen Evangelischen Verbandes für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), erklärt zum heute vorgestellten Positionspapier „Ambulante Pflege sicherstellen – faire Löhne zahlen und Pflegepersonal binden“ des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Staatsekretär Andreas Westerfellhaus (Pressemitteilung als PDF):

„Endlich wird die Refinanzierung der ambulanten Pflege in den Blick genommen – wir brauchen transparente, vereinfachte und einheitliche Wege, um die ambulante Pflege langfristig sicherstellen zu können. Das Positionspapier vom Pflegebevollmächtigten Andreas Westerfellhaus ist ein erster wichtiger Schritt dahin.

Der DEVAP fordert schon seit Jahren, dass die Krankenkassen endlich verpflichtet werden, gemeinsam und einheitlich vorzugehen, in dem z.B. Parameter einer ersten Basiskalkulation von Leistungen und Preise sowie der darauf aufbauenden Folgekalkulation von den Verhandlungspartnern festgelegt werden. Die Verhandlungspartner müssen zudem vom Gesetzgeber verpflichtet werden, transparente Kalkulationsdateien - sowohl für die Basisvergütungen als auch für die Folgevergütungen - mit nachvollziehbar begründeten Nachweisen - festzulegen. Unstreitige Entgelterhöhungen, z.B. für eine für die Einrichtung verbindliche Tariferhöhung oder andere unstreitige Preissteigerungen, müssen zeitnah akzeptiert werden – hierfür brauchen wir eine gesetzliche Verpflichtung der Krankenkassen. Auch die SGB V-Verfahren für ambulante Pflegedienste müssen vom Gesetzgeber analog der SGB XI-Verfahren über einheitliche Schiedsordnungen normiert werden.

Durch diese vielen einzelnen Maßnahmen, welche der Pflegebevollmächtigte der Bundes-regierung in seinem Positionspapier zum Teil bereits aufgreift, wären die ambulanten Dienste künftig wirtschaftlich stabiler aufgestellt und könnten ihr Pflegepersonal adäquat bezahlen. Und auch die Patienten hätten unmittelbar etwas davon, da ihre Pflegezeiten nicht weiter gekürzt werden.“